Aktionsplaner

Mit dem Aktionsplaner wird ein Dienst zur Unterstützung Angehöriger bei der Betreuung von schwerer an Demenz erkrankten Familienmitgliedern zur Verfügung gestellt. Angehörige können mit Hilfe eines Regeleditors verschiedene Aktionen festlegen, z.B. Ausgabe von Erinnerungsmeldungen an Alltagsaktivitäten wie regelmäßiges Trinken. Die Meldungen erfolgen situationsangemessen, so kann z.B. vorgegeben werden, dass die Trinkaufforderung nur ausgegeben wird, wenn sich die Person am Wohnzimmer- oder Küchentisch aufhält, auf die der Pflegedienst immer ein Glas Wasser stellt. Möchte ein Angehöriger über auftretendes Unruheverhalten wie Hin- und Herwandern zwischen Esstisch und Wohnzimmersessel informiert werden, so kann im Regeleditor dieses Bewegungsmuster definiert und das Versenden einer SMS  veranlasst werden. Die Ermittlung des momentanen Aufenthaltsortes einer Person erfolgt dabei unter Einsatz von „aktiver RFID-Technik“.

„Aktive RFID-Technik“ zeichnet sich dadurch aus, dass zur Ortung Transponder mit einer eigenen Batterie eingesetzt werden, die dem Senden der Identifikation dienen. Hierdurch ist eine hohe Reichweite bis zu einigen hundert Metern möglich, d.h. auch die gesamte Abdeckung einer Wohnung. Der aktive Transponder sendet dazu ein Signal in einem vorgegebenen Intervall mit sehr wenig Energie aus, das von der Antenne eines Lesegerätes empfangen, ausgewertet und gemessen wird. Um aus dem Signal die Position zu bestimmen, wird es mit einer Datenbank von Signalstärken verglichen, die zuvor an bestimmten Orten innerhalb der Wohnung gemessen wurden. Der Vergleich berücksichtigt dabei sowohl mehrere Lesegeräte als auch mehrere Transponder wodurch eine robuste Erfassung selbst mit einer geringen Anzahl von Lesegeräten innerhalb einer gesamten Wohnung ermöglicht wird.